Adhäsivbrücke

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Adhäsivbrücke 2017-05-22T10:45:56+00:00

Adhäsivbrücke – Klebebrücke – Marylandbrücke

Die Adhäsivbrücke wird auch als Klebebrücke oder Maryland-Brücke benannt und ist hauptsächlich für Jugendliche bis zum 20 Altersjahr gut geeignet, weil ein starkes Beschleifen der Pfeilerzähne den Zahnnerv schädigen kann.

Die Klebebrücke ist als festsitzender Zahnersatz  preisgünstig und wird bei Zahnverlust oder Nichtanlage der Zähne oder im parodontal geschädigten Gebiss eingesetzt. Der Einsatz der Klebebrücken ist leider auf einzelne fehlende Zähne beschränkt.

Adhäsivbrücken werden heute als Vollkeramikbrücken oder mit Metallflügeln an die Nachbarzähne geklebt

Die Nachbarzähne werden nicht beschliffen bzw. präpariert. Die Präparation für Adhäsivbrücken kann minimalinvasiv erfolgen und nicht wie bei den normalen parodontal getragenen Brücken, wo die Zahnhartsubstanz der Pfeilerzähn rundum 1 mm abgeschliffen bzw. präpariert werden müssen um eine gemeinsame Einschubrichtung für die Ankerkronen zu erreichen. In der heutigen Zeit wird von Patienten wieder vermehrt der Wunsch nach metallfreiem Brückenzahnersatz geäußert. Bei jungen Zahnpatienten, die eine Zahnbrücke benötigen und wo kein Zahnimplantat gesetzt werden kann, wird häufig eine Klebebrücke, die auch als Marylandbrücke oder Adhäsivbrücke bezeichnet wird, eingeklebt.

Die Maryland-Brücke ist eine alternative Zahnbrücke als dauerhafter Ersatz von einem fehlenden Zahn, ohne das die Nachbarzähne komplett beschliffen werden müssen.

Eine Marylandbrücke wird durch die Flügel mit speziellen Kunststoffkleber an den Nachbarzähnen befestigt und wird darum auch als Flügelbrücke bezeichnet.

klebebrücke

Im Frontzahnbereich werden die Kebebrücken besonders bei den Jugendlichen eingesetzt, weil die Pfeilerzähne nicht oder geringfügig beschliffen werden müssen. Solange das Kieferknochenwachstum ist noch nicht abgeschlossen ist (bis ca. 19 Jahre), sollte ein Zahnimplantat noch nicht eingesetzt werden.

Abrechnung einer Klebebrücke

Die Adhäsivbrücke kann unter folgenden Voraussetzungen als Regelversorgung (Bema Nr. 93) nach den Befunden 2.1 und 2.7 abgerechnet werden:
einspannig, zum Ersatz eines fehlenden Zahnes mit Metallgerüst
im Frontzahnbereich Pfeilerzähne karies- und füllungsfrei
bei Versicherten zwischen 14 und 20 Jahren

Bei Versicherten über 20 Jahren und Vorliegen aller anderen Voraussetzungen gilt die Adhäsivbrücke als gleichartige Versorgung.

adhäsivbrückeBei metallfreien Adhäsivbrücken (einspannig, Frontzahnbereich, Pfeilerzähne karies- und füllungsfrei) z.B. aus Zirkon wird auf dem Heil-, und Kostenplan der Krankenkasse bemerkt, dass kein Metallgerüst verwendet wird. Die Entscheidung, ob eine derartige Versorgung bezuschusst wird, obliegt dann der Krankenkasse. Eine bundesweit einheitliche Regelung existiert hier nicht wie bei vielen neuen Zahnersatzmöglichkeiten und die komplizierten Abrechnungsverfahren seit 2005, wo viele nicht mehr durchblicken.

Andere Formen der Adhäsivbrücke (z.B. im Seitenzahnbereich, mehrspannig, Lücke über 2 Zähne, ein Pfeiler etc) lösen keine Festzuschüsse aus.

Informationsblatt der DGZMK über Adhäsivbrücken

Zahnarzt Dr. Hayim in Essen berät Sie gerne in seiner Zahnarztpraxis über verschiedene Möglichkeiten von Zahnersatz und Implantaten.