Bluthochdruck und Zahnbehandlung

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Bluthochdruck und Zahnbehandlung

Bluthochdruck und Zahnbehandlung

 

Parodontitis steht in Verbindung  mit Bluthochdruck und sogar mit Herzinfarkt und Schlaganfall. Parodontitis lässt Blutgefäße im ganzen Körper vorzeitig altern und versteifen. Eine Studie, bei der Würzburger Zahnmediziner mit Lübecker Angiologen zusammenarbeiteten, gab erste Hinweise, dass eine erfolgreiche Behandlung der parodontalen Entzündung die Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod) reduzieren könnte.

Optimal sind Blutdruckwerte von < 120/70 mm Hg. Als normal werden Werte von < 130/85 angesehen. Patienten mit Werten von 140-159/90 – 99 haben einen leichten Bluthochdruck (Hypertonie). Eine mittelschwere Hypertonie gilt von 160-179/100-109. Bei Werten von > 180/>110 liegt eine schwere Hypertonie vor.

Auf einmal messen Sie z.B einen oberen Blutdruckwert von 190-200 mmHg statt wie vielleicht sonst üblich bei 140 mmHg. Sie sollten zwar die Messung kurz danach wiederholen, aber in bestimmten Fällen kann auch eine notfallmäßige Blutdruck-Senkung erforderlich sein, um gefährliche Schäden am Herz-Kreislauf-System abzuwenden.

Schon bei Anstiegen auf 170 mmHg den Notarzt rufen?

Ob ein Blutdruck-Anstieg gefährlich ist und sofort der Notarzt gerufen werden muss, ist unterschiedlich zu beurteilen. Wer schon über Jahre einen nicht eingestellten Blutdruck mit einem oberen Wert um 190 mmHg hat, kann einen Anstieg für bestimmte Zeit auf 220 mmHg  gut verkraften, so dass kein schnelles notärztliches Einschreiten erfolgen muss.

Aber bei einem  gesunden Menschen kann ein ein spontaner Anstieg des oberen Wertes von z. B. 120 auf 170 mmHg bereits sehr gefährlich sein. Besonders die Blutdruck-Erhöhungen im letzen Drittel der Schwangerschaft  können Vorboten einer Eklampsie sein. Ein solcher Anstieg ist für die Betroffene und das ungeborene Kind oft eine große Gefahr dar und erfordert eine Notfall-Behandlung.

Schmerzen im Brustkorb?

Wenn neben einem starken Blutdruck-Anstieg gleichzeitig weitere Beschwerden auftreten (z. B. Schmerzen im Brustkorb, Atemnot oder verschwommenes Sehen), könnte es sich um einen Notfall handeln. Diese Warnzeichen sind oft ein Risiko für gefährliche weitere Schäden am Herz-Kreislauf-System mit lebensgefährlichen Folgeerscheinungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzversagen

Bei starken Blutdruck-Anstiegen sollte immer  der Notarzt (112) gerufen werden, wenn gleichzeitig mindestens eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Schmerzen, Brennen oder ein starkes Druckgefühl im Brustkorb
  • Atemnot
  • Krampfanfälle
  • Lähmungen oder Sprechstörungen
  • Starke Übelkeit mit Erbrechen
  • Verschwommenes Sehen
  • Nasenbluten
  • Benommenheit

18 bis 30 Jahre alte Männer leiden  häufiger unter Bluthochdruck, der  oft nicht entdeckt und unbehandelt wird. Als Ursache vermuten die Mediziner die Zunahme von Übergewicht in dieser Altersgruppe.

Laut der Deutschen Hochdruckliga wissen 82 % der Menschen mit Bluthochdruck von ihrer Erkrankung. Im Jahr 1998 waren es nur 69 Prozent. 72 % lassen ihre Hypertonie therapieren, 1998 war es nur 55%.

Behandlungsprobleme für den Zahnarzt bei Bluthochdruck

Neben erhöhter Blutungsneigung bei chirurgischen Eingriffen sind Nebenwirkungen der aktuellen Medikation des Bluthochdruck-Patienten zu beachten. Kalziumantagonisten können z.B. Zahnfleischwucherungen hervorrufen. Die Diuretika können Mundtrockenheit und Durst auslösen.  Viele Bluthochdruck-Patienten geben Ihrem Zahnarzt keine Auskunft bei allgemeinmedizinischen Fragen. Die Zahn-Behandlung von Bluthochdruck-Patienten bei entsprechender Information stellt  heutzutage kein gravierendes Risiko dar. Der Zahnarzt und sein Team sollte aber vorher über diese Krankheit informiert sein und ist dann bei der Betäubung und weiteren chirurgischen Maßnahmen vorbereitet. Vor allem sollte der emotionelle Stress beim Zahnarzt durch kurze Wartezeiten, durch relaxierende Hintergrundmusik und stressfreie beruhigende Behandlung verhindert werden.

 

2018-02-24T11:55:54+00:00