Guter Schlaf schützt das Gehirn

//Guter Schlaf schützt das Gehirn

Guter Schlaf schützt das Gehirn

Guter Schlaf schützt das Gehirn

 

 

Jeder Mensch verschläft ein Drittel seines Lebens. Anscheinend hilft ein guter Schlaf dabei,bis ins hohe Alter geistig fit und gesund zu bleiben. Schlaf schützt das Gehirn vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

Schlaf entgiftet das Gehirn

Ein erholsamer Schlaf ist für den Menschen lebenswichtig. Während der Ruhephase, regenerieren die Muskeln, das Gehirn speichert Gelerntes ab und das Immunsystem arbeitet, um Krankheiten abzuwehren. Ein guter Schlaf kann auch vor neurologischen Altersleiden wie Parkinson schützen. Im Schlaf werden Abbaustoffe ausgewaschen. Fehlt die Nachtruhe, kann sich in den Nervenzellen Abfall des Gehirnstoffwechsels ansammeln. Alpha‐Synuklein ist das Eiweiß, welches als Ursache der Parkinson‐Krankheit diskutiert wird. Es lagert sich im Gehirn der Erkrankten ab und bildet in den Nervenzellen sogenannte Lewy‐Körperchen. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr dieser schädlichen Ablagerungen entstehen im Gehirn.

Schlafstörung geht Parkinson voraus

Eine Störung, die im Schlaflabor aufgedeckt werden kann, ist die REM‐Schlafverhaltensstörung. Im Traumschlaf ist die Muskulatur normalerweise inaktiv. Patienten  sind in dieser Schlafphase dagegen auffällig in Bewegung. Betroffen sind vorwiegend Männer über sechzig mit Herzrkrankungen. 90 Prozent der Betroffenen entwickeln innerhalb weniger Jahre eine Parkinson‐ Erkrankung. Bei REM‐Schlafstörungen sind auch Ablagerungen von Alpha‐Synuklein nachweisbar. Sie stehen derzeit im Fokus der Forschung, weil diese Patienten für eine Frühbehandlung der Parkinson‐Erkrankung in Frage kommen.

Atemaussetzer erhöhen Schlaganfallrisiko

Wenn die Atmung im Schlaf unbewusst aussetzt, steigt das Schlaganfallrisiko. Deshalb ist es sehr wichtig, schlafbezogene Atmungsstörungen  frühzeitig zu erkennen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Was passiert im Schlaflabor?

Dauerhafte Schlafstörungen und deren Ursachen können am besten im Schlaflabor diagnostiziert werden. Im Schlaflabor finden sich alle technischen Voraussetzungen für eine umfassende Untersuchung der körperlichen Vorgänge während des Schlafs.

Wann ist eine Schlaflaboruntersuchung notwendig?

Bei anhaltender, unerklärlicher Tagesschläfrigkeit, bei Verdacht auf Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe), auf das Restless-Legs-Syndrom oder die Krankheit Narkolepsie wird die Schlaflaboruntersuchung notwendig.

Der Patient erhält ein Schlaf-Apnoe-Screening-Gerät für die erste Untersuchung des nächtlichen Schlafablaufes mit nach Hause. Mittels Sensoren werden nachts die Atmung, der Sauerstoffgehalt im Blut, Atemgeräusche, Körperbewegung- und Lage des Schläfers im Bett registriert. Der Patient bringt das Gerät  am nächsten Morgen zur Auswertung in die Praxis zurück. Besteht also der Verdacht auf eine Schlafapnoe, wird die Polysomnografie im Schlaflabor durchgeführt.

Die Schlafmediziner können nach der Diagnose einer Schlafapnoe in der ersten Nacht bereits in der zweiten Nacht feststellen, ob durch eine Behandlung mit einem Überdruckbeatmungsgerät die Atemaussetzer während des Schlafs in den Griff zu bekommen sind.

Vor der Schlaflaboruntersuchung sollten Sie ab der Mittagszeit keine koffeinhaltigen Getränke wie Kaffee, Tee, Cola oder Energy-Drinks  mehr zu sich nehmen, die das Einschlafen behindern könnten. Manche Arzneimittel beeinflussen den Schlaf: Sie rufen vermehrte Schläfrigkeit hervor, behindern das Einschlafen oder verändern die Schlafstruktur. Deshalb müssen die Schlaflabormitarbeiter wissen, ob und wenn ja welche Medikamente Sie regelmäßig nehmen. Es gibt auch Mittel, die vor einer Untersuchung im Schlaflabor nicht genommen werden sollten.

Am anderen Morgen teilt Ihnen der Arzt dann das Ergebnis der Untersuchung mit. Falls Sie an einer Schlafapnoe leiden, erhalten Sie jetzt ein Beatmungsgerät mit einer Maske. In der zweiten Nacht werden Sie mit dieser Maske, durch die Ihnen Luft zugeführt wird, schlafen, und dabei wird festgestellt, ob sich die Symptome Ihrer Schlafstörung mit dem Beatmungsgerät beheben lassen. Dazu wird während der Nacht im Schlaflabor der Druck des Gerätes solange erhöht, bis Ihre Atemaussetzer ausbleiben.

 

 

2018-02-25T14:26:59+00:00