Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen

//Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen

Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen

Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen

Atherosklerose ist die Hauptursache für kardiovaskuläre Erkrankungen
• Zustand, bei dem Atherome (atherosklerotische Plaques) in der innersten Schicht der Wand von großen und mittelgroßen Arterien abgelagert werden
• Komplikationen: Einblutung in die Plaque, Thrombose, Embolie, Tod

Intima-Media-Dicke/Plaque-Dicke ist bei Parodontitis erhöht

Die Intima-Media-Dickenmessung

Es handelt sich um eine Methode um Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) rechtzeitig zu erfassen. Es wird die Dicke der inneren und mittleren Gefäßwand (Intima-Media-Dicke) der Halsschlagadern mit hochauflösendem Ultraschall gemessen. Die Dicke dieser beiden Schichten liegt bei jungen gefäßgesunden Menschen zwischen 0,5 und 0,7 mm. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Dicke alle 10 Jahre um 0,1 mm zu. Je größer die ermittelten Werte darüber hinaus sind, desto höher ist das Risiko, in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Mit der Messung der Intima-Media-Dicke können schnell und unkompliziert Veränderungen der Gefäße festgestellt werden.
Der rechtzeitige Nachweis atherosklerotischer Gefäßveränderungen ermöglicht den Einsatz vorbeugender Maßnahmen zur Verhinderung von Folgeerkrankungen der Atherosklerose wie beispielsweise Myokardinfarkt (Herzinfarkt) und Apoplex (Schlaganfall).

• Fluss-mediierte Dilatation bei Parodontitis verringert

• 1,24-fach erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit bei Parodontitis

• 1,53-fach erhöhtes Risiko für Schlaganfall bei Parodontitis

• Pulswellengeschwindigkeit ist bei Parodontitis erhöht

Bei der Mundhygiene geht es nicht nur um schöne Zähne, sondern auch um Wohlbefinden und Gesundheit. Eine unzureichende Mundhygiene führt nicht nur zum Zahnausfall, sondern sie kann auch für schwere Erkrankungen, wie Lungenentzündung, Herz- und Kreislauferkrankungen, untergewichtige Frühgeburten und einige andere, systemische Erkrankungen, wie Diabetes verantwortlich sein.

Unter „kardiovaskulärer Erkrankung“ versteht man eine Gruppe verschiedener krankhafter Erscheinungen des Herz-Kreislaufsystems, die fast ausschließlich bei Erwachsenen auftreten und wie auch die Parodontitis zu den Haupterkrankungen der industrialisierten Länder zählen.

So umfasst die Ätiologie von Arteriosklerose eine große Anzahl von Faktoren, welche Herzinfarkte und Hirnschläge zur Folge haben können. Es wird offensichtlich, dass die Maßstäbe der traditionellen Risikofaktoren, wie Übergewicht, erhöhter Blutdruck, niedriger sozioökonomischer Status, C-reaktives Protein (ein unspezifischer Entzündungsindikator (CRP)), nur teilweise eine Voraussage ermöglichen und Risiko-Patienten identifizieren. Die Untersuchungen der amerikanischen Gesundheitsbehörden über die NHANES III (National Health & Nutrition Examination Survey) und andere epidemiologische Studien zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen Parodontitis und tödlichen koronaren Herzkrankheiten. Bemerkenswert war, dass nahezu alle klinischen Studien die Möglichkeit aufzeigten, mittels Orthopantomogramm (OPG) eine Verkalkung in der Karotisarterie festzustellen. Bei der herkömmlichen, gesamtheitlichen, klinischen Untersuchung der ganzen Mundhöhle konnte beobachtet werden, dass zunehmende karotische Kalkablagerungen auf den Röntgenbildern vorhanden waren.

Karotidisplaque im OPG

Andere Studienergebnisse zeigten, dass Probanden, die Herzprobleme in ihrer Vorgeschichte hatten, eine deutlich höhere Anzahl von Zahnfleischtaschen mit Sondierungstiefen von sechs Millimetern oder mehr aufwiesen. Diese Feststellung basierte auf der Anzahl Stellen, an welchen ein Alveolarknochenverlust von mehr als 30 Prozent bestand. Bei diesen Probanden war festzustellen, dass zehn von 14 einen Herzund/ oder Hirninfarkt überstanden hatten. Kardiologen sollten demnach dem parodontalen Zustand ihrer Patienten Achtung schenken und dies nutzen, um die parodontale Situation als Teil eines Risikofaktors zu betrachten.

Der systemische Einfluss und das Risiko einer Bakteriämie sollten bei einer Parodontalbehandlung eines Patienten mit Infarktund Schlaganfall-Risiko aufgrund all dieser Erkenntnisse nicht außer Acht gelassen werden. Die Behandlung ist mit Vorsichtsmaßnahmen und nach Rücksprache des behandelnden Kardiologen auszuführen.

Studien belegen Zusammenhang von Parodontitis und Herzerkrankungen

Die Ergebnisse experimenteller Studien, aber auch epidemiologischer Analysen geben einen deutlichen Hinweis, dass gemeinsame Risikofaktoren für einen Zusammenhang von parodontalen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine substanzielle Rolle spielen. Insbesondere die „Entzündungs-Hypothese“ weist auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Atherosklerose hin.

Es gibt hierzu mittlerweile Studien am Menschen. Danach liegt ein Zusammenhang zwischen Ausprägung der Parodontitis mit der Intima-Media-Dicke der Koronargefäße vor. Besonders Rauchen und Diabetes mellitus sind erhebliche Risikofaktoren sowohl für die Parodontitis als auch für die koronare Herzerkrankung. Bei Diabetes ist bekannt, dass die Parodontitis Rückwirkungen auf den Diabetes hat: So führt diese zu einem Steigen des HbA1c-Wertes, einem relevanten Marker für die Güte der Diabeteseinstellung. Eine zahnmedizinische Behandlung führt bei Typ2-Diabetikern zu einer Reduktion des HbA1c-Wertes und wirkt so einer Verschlechterung der Erkrankung entgegen. Sicherlich ist eine Parodontitis nur ein Punkt in der multifaktoriellen Genese revaskulärer Erkrankungen. Umso wichtiger ist es jedoch, Patienten mit bereits manifesten atherosklerotischen Gefäßerkrankungen darauf hinzuweisen, dass eine Parodontitis unbedingt durch einen Zahnarzt behandelt werden sollte.

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2018-02-26T21:58:44+00:00