Kiefergelenksdiagnostik

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Kiefergelenksdiagnostik 2017-05-22T11:06:28+00:00

 

 

Kiefergelenksdiagnostik

Kopf-, Nackenschmerzen, Migräne, Schwindel, Ohrdruck, Tinnitus – Ursache all dieser Beschwerden kann eine Funktionsstörung im Kiefergelenk sein. Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann sich auf den ganzen Körper auswirken. Der Kiefer ist unser stärkstes Gelenk und durch Nerven und Muskeln mit Nacken und Ohr verbunden. Passen Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander, kann das zu zahlreichen Beschwerden führen. Fehlstellungen kann der Körper lange kompensieren, aber irgendwann treten massive Probleme auf. Betroffene denken meist zunächst gar nicht an den Kiefer, sondern erst, wenn er beispielsweise beim Kauen knackt.

Ein falsch angepasster Zahnersatz kann zum Beispiel für Ohrdruck und das Kieferknacken verantwortlich sein. Stehen die Kronen höher als die anderen Zähne, kommt es zu einer permanenten Anspannung im Kiefer und in der Umgebung, also auch im Ohrbereich. Die Beschwerden entstehen, weil der Biss schief und das Kiefergelenk verschoben ist. Eine Schiene kann Linderung verschaffen: Dazu misst der Zahnarzt aus, wie Ober-und Unterkiefer richtig zueinander passen, wo die Zähne aufeinander treffen sollten und in welchem Abstand sie stehen müssen. In dieser Position fertigt er den Abdruck für die Schiene. Diese entlastet dann den ganzen Kiefer und die umgebenden Strukturen – alles kann sich entspannen und regenerieren.

 

Spezielle Physiotherapie für den Kiefer wichtig

Bei einer CMD sollten zudem auch mögliche Ursachen wie Stress oder fehlende Entspannung berücksichtigt werden. Tägliche Übungen helfen, den Kiefer zu lockern und wieder in die richtige Position zu bringen. Dazu ist eine spezielle Physiotherapie für den Kiefer und den ganzen Körper wichtig. Sie hilft auch, wenn ein verschobener Kiefer Ursache für Rücken- und Nackenschmerzen sowie Schwindel ist.

 

Knacken kann auf Arthrose hinweisen

Eine manuelle Therapie kann auch helfen, wenn sich der Mund aufgrund eines verschlissenen Gelenks (Arthrose) kaum noch öffnen lässt: Ein Knacken im Kiefergelenk ist ein Zeichen dafür, dass die Knorpelscheibe im Gelenk nicht am richtigen Platz sitzt. Bei der Mundöffnung zieht sich die Gelenkkapsel zusammen, verkrampft und engt das Gelenk immer mehr ein, bis es fast ganz blockiert. Der Therapeut dehnt und erweitert die Kapsel. Das tut zwar weh, aber danach ist das Gelenk wieder frei und der Mund lässt sich ohne Anstrengung wieder weit öffnen, die Schmerzen verschwinden.

Quelle: NDR.de

Kiefergelenkserkrankung CMD

(Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion)

 

Das Kiefergelenk ist ein sehr komplexes Gelenk unseres Körpers. Die Kiefergelenke verbinden den Unterkiefer mit der Schädelbasis. Sie erlauben durch ihren Aufbau komplizierte Dreh- und Gleitbewegungen. Das Kiefergelenk wird durch eine Knorpelscheibe, den so genannten Discus articularis, in einen oberen und einen unteren Gelenkraum unterteilt wie beim Kniegelenk. Im oberen Gelenkraum des Kiefergelenks finden normalerweise nur Gleitbewegungen, im unteren Gelenkraum nur Drehbewegungen des Unterkieferköpfchens statt. Aufgrund seiner komplexen Anatomie treten im Kiefergelenk häufig Funktionsstörungen, die auch mit einer Entzündung und mit Schmerzen einhergehen können, auf. Im Laufe der Zeit kann sich aus einem zunächst harmlosen Kiefergelenkknacken, das meist durch eine Diskusverlagerung bedingt ist, über eine chronische Kiefergelenkentzündung eine Arthrose im Kiefergelenk entwickeln. Sobald eine Entzündung auftritt, schmerzt das Kiefergelenk vor allem beim Öffnen und beim Kauen, seltener auch in Ruhe.

Das craniomandibuläre System besteht aus den Zähnen des Ober- und Unterkiefers, der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken. Die wichtigsten Funktionen des Craniomandibulären Sytems sind das Kauen und das Sprechen. Störungen in diesem System bezeichnen wir als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).
Unter CMD werden alle schmerzhaften und nicht schmerzhaften Beschwerden zusammengefasst, die auf strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulation der Muskel- und/oder Kiefergelenksfunktion zurückzuführen sind.
Fast jeder in allen Altersstufen leiden unter chronischen Schmerzen wie Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenleiden oder Gesichtsschmerzen. Die Behandlung erfolgt meist symptomatisch: Krankengymnastik, Einrenken, Spritzen. Schmerzmittel bringen oft nur kurzfristige Erleichterung.

Die Ursache der Schmerzsymptomen liegt oft in einer Störung des Zusammenspiels zwischen Ober-und Unterkiefers.
Das menschliche Kauorgan ist ein hochsensibles System. Zähne haben ein sehr präzises Tast-Empfinden von wenigen hundertstel Millimetern. Dieses System unterliegt ein Leben lang zahlreichen unterschiedlichen Einflüssen. Wird das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer gestört, kommt es zu Verspannungen in der Kiefermuskulatur, die in enger Verbindung zur Muskulatur der Hals- und Lendenwirbelsäule und des  Beckens steht. Verspannungen in der Kaumuskulatur können daher schnell zu Haltungsschäden und chronischen Schmerzen führen.

Ursächlich für eine Störung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur können  Zahnfehlstellungen , Zahnfüllungen und Zahnlücken, schlecht sitzender Zahnersatz oder auch traumatische Einflüsse auf die Wirbelsäule sein.  Auffällige Symptome sind Muskelschmerzen, Kiefergelenksbeschwerden- oder Knacken,  Schleifspuren an den Zähnen, zerstörte Zahnhälse bis hin zu Schädigungen des Zahnhalteapparates.

Die Untersuchungen bestehen aus einer klinischen Analyse der Muskulatur, der Kiefergelenke und der Bisssituation, sowie einer speziellen Vermessung des Kiefergelenks. Die Bisssituation wird zur Bestimmung der korrekten Bisslage in einen zahntechnischen Artikulator übertragen. Nur mit diesen Untersuchungen und durch die Zusammenarbeit eines eng zusammenarbeitenden interdisziplinären Teams von Zahnarzt, Osteopath, Facharzt für Neurochirurgie und Orthopäde sowie Zahntechnikermeister, ist eine endgültige Diagnose zu stellen.

Konservative Therapie

Als wirkungsvolle positive Beeinflussungsmöglichkeiten beim Beschwerdebild der CMD werden physiotherapeutische Maßnahmen, wie Kälte, Wärme, Massagen, Manuelle Therapie und Gymnastikübungen angesehen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeiten der systemischen medikamentösen Therapie in Form von Analgetika, nonsteroidaler Antirheumatika, Muskelrelaxantia,  Antidepressiva und Kortikoide.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht in der Eingliederung einer herausnehmbaren Okklusionsschiene (Aufbissschiene) aus Kunststoff, um die Stellung des Kiefergelenks günstig zu beeinflussen und das Kausystem zu entlasten.

Durch die Schiene wird der Unterkiefer in eine neue Position gebracht und die Aktivität der Kaumuskulatur verringert. Außerdem entlastet die Schiene die Kiefergelenke. Die hohe Erfolgsrate der Schienentherapie ist durch Studien dokumentiert.

Wirkungsweise einer Schienentherapie
•Minderung bzw. Ausschalten von Parafunktionen
•Reduktion bzw. Ausschaltung von muskulären Dysfunktionen
•Beeinflussung von anatomischen Beziehungen innerhalb des Kiefergelenks
•Kaukraftbeeinflussung
•Verringerung der Mobilität und Verschleiß der Zähne

Um die Bisslage dauerhaft zu korrigieren, gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, die von Patient zu Patient enorm variieren. Diese Maßnahmen können das Einschleifen vorhandener Zähne sein, die Neugestaltung des Zahnersatzes etc. Dies erfolgt in genauer Absprache mit dem Patienten.

Wir achten auf Zusammenhänge mit Fehlhaltungen im Stütz- und Bewegungsapparat, auf Fehlsichtigkeiten der Augen und auf Koordinationsstörungen. Bei Auffälligkeiten suchen wir die Zusammenarbeit mit spezialisierten Ärzten und Therapeuten wie Orthopäden, Osteopathen, Physiotherapeuten, HNO-Ärzten, Augenärzten, Psychotherapeuten, Allgemeinmedizinern, TCM-Medizinern u.a.

Bei Kindern und Jugendlichen kann durch diese frühzeitige Diagnostik und Therapieeinleitung das Auftreten von Muskel- und Gelenkschmerzen vermieden werden.

Zahnarzt Dr. Hayim berät seine Patienten in seiner modernen Zahnarzt-Praxis in Essen  über Funktionsdiagnostik.

 

Mit einem individuell abgestimmten Behandlungsplan, der vor allem Sie als gesamte Person berücksichtigt, führt Zahnarzt Dr. Hayim in Essen Ihre Behandlung mit Erfolg zum Ziel. Am wichtigsten ist uns dabei, Sie fühlen sich wohl bei Ihrem Zahnarzt!

 

Zahnarzt Dr. Hayim in Essen Rüttenscheid und sein freundliches Zahnarzt-Team heißt Sie herzlich willkommen.