Schleiftrauma

//Schleiftrauma

Schleiftrauma

Schleiftrauma Zahnarzt in Essen

Schleiftrauma ist die Schädigung vom Zahnnerv durch eine Zahnbehandlung, meist durch ungenügende Kühlung, zu hohem Druck, einer zu geringen Dentinstärke oder stumpfe Präparationsinstrumente beim Schleifen von einem Zahn für eine Krone, Inlay oder Onlay.

Schleiftrauma bedeutet in der Zahnmedizin eine Beschädigung vom Zahnnerv bei der Präparation durch Hitze oder Druck

Präparation ist das Schleifen von einem Zahn zur Aufnahme einer Füllung oder von Zahnersatz. Präparation ist ein Fachausdruck beim Zahnarzt für den Zahnabtrag mit rotierenden Instrumenten zur Aufnahme einer Zahnfüllung oder zahnprothetische Arbeiten. Das Schleifen vom Zahn erfolgt unter Wasserkühlung, um eine Überhitzung vom  Zahn zu vermeiden. Zum Abkühlen erfolgt das Schleifen in der Zahnarzt Praxis Dr. Hayim in Essen immer mit einem Wasser-Luft-Gemisch (“Spray”) und nicht auf hochtourigen Instrumenten, um den Zahnnerv zu schonen. Wenn die Temperatur im empfindlichen Körpergewebe über 42° C ansteigt, kann es zu einer thermischen Schädigung und meist zum Absterben vom Gewebe durch Proteindenaturierung  kommen, was meist beim Zahnarzt als Schleiftrauma bezeichnet wird. Auch wenn die Pulpa nicht infiziert ist, kann es nach einiger Zeit zu schmerzhaften Reaktionen kommen, auch wenn die eigentliche Zahnversorgung längst abgeschlossen ist. Nach einer Präparation kann eine degenerative Veränderung am Zahnnerv stattfinden durch das Unterschreiten einer Mindestdentinstärke von 2mm Dentin zum Zahnnerv hin.

Folgen des Beschleifens von Zähnen

Laut einer Studie der Universität Münster liegt die Wahrscheinlichkeit des Absterbens vitaler, gesunder Zähne nach dem Beschleifen zwecks Aufnahme einer Krone bei 17%. Dieses Beschleifen gesunder Zähne ist insbesondere bei der Erstellung einer herkömmlichen Brücke zum Ersatz eines fehlenden Zahnes erforderlich, wobei oftmals gleich zwei gesunde Zähne betroffen sind.

Die Turbine arbeitet mit 300.000 Umdrehungen pro Minute. Dadurch entsteht eine Sogwirkung an der Kontaktfläche des rotierenden Instrumentes mit dem Zahn und dieses wiederum bewirkt einen Unterdruck, der die Flüssigkeit aus den Dentintubuli herauszieht. Diese Dentinkanälchen sind auch für die Entstehung von Zahnschmerz verantwortlich. Wird das Instrument dann entfernt, also vom Zahn abgesetzt, so hebt sich der Unterdruck wieder auf und die verschiedensten Flüssigkeiten, die sich gerade in der Mundhöhle befinden, wie Speichel, zusammen mit Dentinstaub und Mikroorganismen, werden in die Dentinkanälchen hineingezogen. Auf diese Art und Weise kommt es zu einer Infektion der Zähne die schließlich Anlass zu einer chronischen Pulpitis gibt.

Außerdem kommt es durch das Beschleifen mit den zahnärztlichen Mikromotoren durch Druck und Kühlungsinsuffizienz zu einer Überhitzung des Zahnes. Diese erzeugt eine Koagulation der Dentinausläufer und anderer organischer Zellen im Pulpakavum.

Was kann man tun?

Aus diesem Grunde sollten gesunde Zähne nur dann beschliffen werden, wenn keine andere Alternativen möglich sind.

Das Problem durch Beachtung folgender Maßnahmen minimiert werden:

  • Auf ausreichende Kühlung achten und max. Drehzahl der Turbine von 10.000 Umdrehungen/min.
  • Dentinversiegelung aufbringen (schützt in jedem Falle gegen spätere Temperaturempfindlichkeit)
  • Schleiftrauma mit Arnica D4, Org.Dentin D8 und Org.Pulpa.Dentis D8 behandeln.

Eine Wurzelbehandlung ist meistens die letzte Rettung für einen Zahn

 

Die Prognose für den Zahn sind nach erfolgter Wurzelbehandlung in der Regel gut. Dies gilt insbesondere bei den in der Zahnarzt Praxis Dr. Hayim in Essen angewendeteten neuesten Techniken und Methoden der Endodontie.

Förderlich sind zum Beispiel die individuelle Bestimmung der Wurzelkanallänge und die Anwendung von starken Spüllösungen bei der Wurzelbehandlung. Je nach individuellem Befund kann in späteren Jahren trotzdem eine Kronen- oder Teilkronenversorgung des betroffenen Zahns von Bedeutung sein.

2018-02-24T17:07:34+00:00