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Ratgeber

RDA-Wert bei Zahnpasta: Was der Abrasionswert bedeutet

Kurzantwort

Der RDA-Wert beschreibt die relative Abrasivität einer Zahnpasta auf Dentin. Vereinfacht gesagt zeigt er, wie stark eine bestimmte Zahnpasta unter standardisierten Laborbedingungen Dentin im Vergleich zu einem Referenzmaterial abträgt.

Wichtig ist jedoch ebenso, was der Wert nicht aussagt:

  • RDA ist kein allgemeines Qualitätssiegel für Zahnpasta.
  • Ein niedrigerer Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Zahnpasta für jeden Menschen die bessere Wahl ist.
  • Ein höherer Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Zahnpasta die Zähne bei korrekter Anwendung schädigt.
  • RDA beschreibt nicht allein die Abrasion von Zahnschmelz.
  • Aus zwei RDA-Zahlen lässt sich kein lineares „Sicherheitsverhältnis“ ableiten.

Für die Auswahl einer Zahnpasta müssen deshalb neben der Abrasivität auch Kariesschutz, Fluoridgehalt, individuelle Empfindlichkeit, mögliche freiliegende Dentinflächen, erosiver Zahnverschleiß und die eigene Putztechnik berücksichtigt werden.

Was bedeutet RDA genau?

RDA steht für Relative Dentin Abrasivity beziehungsweise Relative Dentin Abrasion.

Der Wert wird nicht als direkte Messung in Millimetern oder Prozent angegeben. Er ist ein relativer Laborwert .

Bei der klassischen RDA-Systematik wird die Abrasivität einer Zahnpasta mit einem festgelegten Referenzmaterial verglichen. Dieses Referenzsystem ermöglicht es, unterschiedliche Dentifrice-Formulierungen unter standardisierten Bedingungen miteinander zu vergleichen.

Seit Juli 2026 ist ISO 11609:2026 die aktuelle internationale Norm für Dentifrices. Sie hat die Ausgabe von 2017 ersetzt und beschreibt unter anderem Anforderungen und geeignete Prüfmethoden für Zahnpasten.

Für Patienten ist daraus vor allem eines wichtig:

Der RDA-Wert ist ein technischer Vergleichswert – kein Prozentwert für Zahnverlust.

Ein RDA von 60 bedeutet also nicht, dass „60 Prozent Zahnsubstanz abgetragen“ werden.

Ebenso bedeutet RDA 30 nicht automatisch „halb so schädlich“ wie RDA 60.

Ist ein niedriger RDA-Wert immer besser?

Nein.

Eine Zahnpasta soll nicht nur möglichst wenig abrasiv sein. Sie soll gleichzeitig ihre eigentlichen Aufgaben erfüllen.

Dazu gehören je nach Produkt beispielsweise:

  • Unterstützung der mechanischen Plaqueentfernung,
  • Kariesschutz durch Fluorid,
  • Entfernung äußerer Verfärbungen,
  • Unterstützung bei schmerzempfindlichen Zähnen,
  • oder weitere indikationsbezogene Wirkungen.

Die American Dental Association weist in ihrer 2026 aktualisierten Fachinformation ausdrücklich darauf hin, dass RDA-Werte innerhalb des akzeptierten Bereichs nicht als quantitative Sicherheitsrangliste verwendet werden sollten.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen vereinfachten RDA-Tabellen im Internet.

Eine Tabelle kann zeigen, dass zwei Pasten unterschiedlich abrasiv sind. Sie kann aber nicht allein entscheiden, welche Zahnpasta für einen bestimmten Patienten medizinisch sinnvoller ist.

Welche RDA-Werte gelten als niedrig oder hoch?

Im Internet finden sich unterschiedliche Einteilungen in „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“.

Solche Kategorien können eine grobe Orientierung ermöglichen, sind aber keine medizinischen Grenzwerte , ab denen eine Zahnpasta plötzlich gut oder schlecht wird.

Auch die häufig zitierte Einteilung in bestimmte RDA-Bereiche sollte deshalb nicht mit einer individuellen Therapieempfehlung verwechselt werden.

Entscheidend ist der Kontext:

Eine Person mit gesunden, nicht erosiv veränderten Zahnoberflächen und guter Putztechnik hat eine andere Ausgangssituation als jemand mit

  • freiliegenden Zahnhälsen,
  • bereits bestehendem erosivem Zahnverschleiß,
  • mechanischen Abrasionsdefekten,
  • oder ausgeprägter Dentinüberempfindlichkeit.

Gerade bei solchen Befunden kann die Abrasivität der Zahnpasta stärker in die Produktauswahl einfließen.

Warum ist Fluorid mindestens genauso wichtig wie der RDA-Wert?

Weil die tägliche Zahnpasta nicht nur reinigen, sondern auch vor Karies schützen soll.

Die aktuelle deutsche S3-Leitlinie zur Kariesprävention bei bleibenden Zähnen empfiehlt nach Durchbruch der bleibenden Zähne Zahnpasta mit 1000 bis 1500 ppm Fluorid im Rahmen der Basisprävention.

Auch die Bundeszahnärztekammer bezeichnet fluoridhaltige Zahnpasta als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Kariesprävention.

Deshalb wäre folgende Auswahlstrategie zu einfach:

„Ich nehme grundsätzlich die Zahnpasta mit dem niedrigsten RDA-Wert.“

Eine extrem niedrig abrasive Zahnpasta ist nicht automatisch die sinnvollste Alltagszahnpasta, wenn andere für die persönliche Situation wichtige Eigenschaften fehlen.

RDA ist ein Auswahlkriterium unter mehreren .

Wann sollte man auf die Abrasivität besonders achten?

Besonders relevant kann die Abrasivität sein, wenn Dentin bereits freiliegt oder Zahnoberflächen vorgeschädigt beziehungsweise erosiv verändert sind.

Dentin ist weniger hart als Zahnschmelz und reagiert deshalb anders auf mechanische Belastung.

Auch säurebedingt veränderte Zahnoberflächen können gegenüber anschließendem mechanischem Abrieb empfindlicher sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder empfindliche Zahn automatisch durch eine zu abrasive Zahnpasta verursacht wurde.

Schmerzempfindlichkeit kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise freiliegende Dentinflächen, kariöse Defekte, undichte Restaurationen, Risse oder andere zahnmedizinische Befunde.

Wer neu auftretende oder anhaltende Empfindlichkeit bemerkt, sollte deshalb nicht nur den RDA-Wert wechseln, sondern die Ursache zahnärztlich klären lassen.

Was haben Zahnerosion und RDA miteinander zu tun?

Bei Zahnerosion wird Zahnhartsubstanz durch Säureeinwirkung chemisch angegriffen.

Das ist zunächst etwas anderes als mechanische Abrasion.

Beide Prozesse können sich jedoch gegenseitig beeinflussen: Eine durch Säuren erweichte beziehungsweise erosiv veränderte Oberfläche kann gegenüber anschließender mechanischer Belastung anfälliger sein.

Genau deshalb sollte bei bestehendem erosivem Zahnverschleiß nicht nur die Zahnpasta betrachtet werden.

Auch wichtig sind beispielsweise:

  • Säureexposition durch Ernährung oder andere Ursachen,
  • Zeitpunkt und Art des Zähneputzens,
  • Putzdruck,
  • Zahnbürste,
  • Fluoridierung,
  • Speichel,
  • und der bereits vorhandene Substanzverlust.

Mehr dazu finden Sie unter Zahnerosion .

Aktuelle RDA-Tabelle: Welche Produktwerte sind heute verifiziert?

Viele ältere RDA-Tabellen im Internet enthalten zahlreiche Marken und scheinbar exakte Zahlen.

Für diese Seite gilt ein strengerer Standard:

Wir veröffentlichen nur Werte, die für ein konkret bezeichnetes Produkt aktuell über eine Primärquelle des Herstellers nachvollzogen werden konnten.

Stand der Prüfung: 17. August 2026 .

Für den deutschen Markt aktuell verifizierte Herstellerangaben

Hersteller Exaktes Produkt RDA Quelle / Markt
Curaprox Enzycal 950 ppm Fluoride, 75 ml 30 aktuelle Curaprox-Deutschland-Produktseite
Curaprox Enzycal 1450 ppm Fluoride, 75 ml 60 aktuelle Curaprox-Deutschland-Produktseite
Curaprox Enzycal ohne Fluorid / zero, 75 ml 60 aktuelle Curaprox-Deutschland-Produktseite

Weitere aktuell verifizierte Herstellerangaben

Die folgenden Werte sind auf aktuellen Primärseiten des Herstellers veröffentlicht. Sie werden hier bewusst nicht als speziell für eine deutsche Marktformulierung ausgegeben:

Hersteller Exaktes Produkt RDA Verifizierungsrahmen
Curasept Luxury Whitening Gold 60 aktuelle Herstellerseite
Curasept Luxury Whitening Black 70 aktuelle Herstellerseite
Curasept Luxury Whitening Diamond 76 aktuelle Herstellerseite

Die Tabelle ist bewusst kleiner als viele historische Listen.

Das ist kein Datenmangel, sondern eine Qualitätsentscheidung.

Warum fehlen elmex, Sensodyne und andere bekannte Zahnpasten in der Tabelle?

Weil für eine belastbare Produkttabelle nicht genügt, dass irgendwo im Internet eine Zahl zu finden ist.

Für jede Zeile müssen mindestens folgende Punkte zusammenpassen:

  • exakte Marke,
  • exakte Produktbezeichnung,
  • aktuelle Formulierung,
  • relevanter Markt,
  • nachvollziehbare Primärquelle,
  • und ein eindeutig veröffentlichter RDA-Wert.

Bei mehreren häufig gesuchten aktuellen Produkten von elmex und Sensodyne konnten wir bei dieser Aktualisierung keinen exakten RDA-Wert für die aktuelle deutsche Marktformulierung aus einer ausreichend eindeutigen Hersteller-Primärquelle bestätigen.

Deshalb wird hier keine historische oder fremde Zahl übernommen .

Das gilt auch dann, wenn ältere PDFs, Zahnarztblogs, Shopseiten oder Tabellen einen Wert nennen.

Kann sich der RDA-Wert einer Zahnpasta ändern?

Ja, das ist möglich.

Der RDA-Wert gehört zur Formulierung , nicht nur zum Markennamen.

Wenn ein Hersteller beispielsweise

  • das Abrasivsystem,
  • Konzentrationen,
  • Partikeleigenschaften,
  • weitere Inhaltsstoffe
  • oder die Rezeptur für einen bestimmten Markt

ändert, muss ein früher veröffentlichter Wert nicht zwingend für die neue Formulierung gelten.

Auch Produktnamen können gleich bleiben, obwohl Verpackung oder Rezeptur verändert wurde.

Deshalb sollte bei einer RDA-Tabelle immer erkennbar sein, wann und für welche konkrete Variante der Wert verifiziert wurde .

Eine zehn Jahre alte Tabelle sollte nicht automatisch als aktuelle Produktdatenbank behandelt werden.

Wie liest man eine RDA-Tabelle richtig?

Eine RDA-Tabelle beantwortet zunächst nur eine relativ enge Frage:

Wie abrasiv ist diese Zahnpasta gegenüber Dentin im standardisierten Testsystem?

Sie beantwortet nicht automatisch:

  • Wie gut schützt die Zahnpasta vor Karies?
  • Wie gut wirkt sie bei Dentinüberempfindlichkeit?
  • Wie stark nutzt sie Zahnschmelz klinisch ab?
  • Wie gut entfernt sie Verfärbungen im Alltag?
  • Ist sie für meine Zähne besser als ein anderes Produkt?
  • Passt sie zu meinen vorhandenen Restaurationen?

Wer die Tabelle nutzt, sollte deshalb nicht einfach die kleinste Zahl suchen.

Sinnvoller ist die Frage:

Welche Abrasivität passt zusammen mit dem übrigen Wirkprofil zu meiner Mundsituation?

RDA 30, 60 oder 80: Was bedeutet das praktisch?

Ein RDA von 30 weist im Testsystem auf eine geringere relative Dentinabrasivität hin als ein RDA von 60 oder 80.

Mehr lässt sich aus der Zahl allein nicht sicher ableiten.

Vor allem darf daraus keine lineare klinische Schadensrechnung entstehen.

Ein Produkt mit RDA 80 verursacht nicht automatisch „doppelt so viel Zahnschaden“ wie eines mit RDA 40.

Der tatsächliche Zahnverschleiß wird unter anderem beeinflusst durch

  • Zustand der Zahnoberfläche,
  • Putztechnik,
  • ausgeübten Druck,
  • Häufigkeit und Dauer,
  • Bürste,
  • Speichel,
  • Säureeinwirkung
  • und die gesamte Zahnpastaformulierung.

RDA und Whitening-Zahnpasta: Ist Whitening automatisch abrasiver?

Nein.

Viele Whitening-Zahnpasten entfernen äußere Verfärbungen zumindest teilweise über Reinigung und abrasive Komponenten.

Daraus folgt aber nicht, dass jede Whitening-Zahnpasta automatisch einen sehr hohen RDA-Wert besitzt.

Die aktuell verifizierten Herstellerwerte in unserer Tabelle zeigen bereits, dass Produkte mit Whitening-Positionierung unterschiedliche RDA-Werte haben können.

Umgekehrt gilt auch:

Ein hoher RDA-Wert bedeutet nicht automatisch eine proportional stärkere Whitening-Wirkung.

Studien zeigen, dass Reinigungswirkung und Abrasivität nicht einfach gleichgesetzt werden können.

Zusätzlich können pH, Säuren und die Art der Abrasivpartikel eine Rolle spielen.

Wer Zahnaufhellung möchte, sollte deshalb zwischen

  • Entfernung äußerer Verfärbungen durch Zahnpasta
  • und einer tatsächlichen professionellen Zahnaufhellung

unterscheiden.

Kann eine Zahnpasta mit niedrigem RDA trotzdem gut reinigen?

Ja.

Ein niedriger RDA-Wert bedeutet nicht automatisch eine schlechte Reinigungsleistung.

Die Reinigungsleistung einer Zahnpasta hängt von mehreren Formulierungsfaktoren ab.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen außerdem, dass eine höhere abrasive Wirkung nicht zwangsläufig proportional bessere Reinigung bedeutet.

Genau deshalb sollte RDA weder als alleiniger Qualitätswert noch als alleiniger Whitening-Wert verwendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen RDA und REA?

RDA bezieht sich auf Dentin .

REA steht für Relative Enamel Abrasivity und beschreibt die relative Abrasivität gegenüber Zahnschmelz.

Diese Werte können sich bei derselben Zahnpasta deutlich unterscheiden.

Eine 2023 veröffentlichte Untersuchung mit Zahnpasten mit stark voneinander abweichenden RDA- und REA-Werten zeigte, dass aus dem RDA-Wert nicht automatisch auf den Schmelzabrieb geschlossen werden kann.

Für Patienten bedeutet das:

RDA ist wichtig, aber nicht das vollständige Bild der Zahnpastaabrasivität.

Welche Zahnpasta ist bei empfindlichen Zahnhälsen sinnvoll?

Das lässt sich nicht seriös nur anhand einer RDA-Zahl beantworten.

Bei freiliegendem Dentin kann eine eher gering abrasive Zahnpasta ein sinnvoller Teil des Konzeptes sein.

Gleichzeitig kann eine Zahnpasta Wirkstoffe enthalten, die gezielt bei Dentinüberempfindlichkeit eingesetzt werden.

Wichtig ist jedoch zunächst die Ursache.

Empfindliche Zahnhälse können beispielsweise mit Zahnfleischrückgang, erosivem Verschleiß oder mechanischer Belastung zusammenhängen. Schmerzen können aber auch andere Ursachen haben.

Wenn Beschwerden neu sind, stärker werden oder nur einen einzelnen Zahn betreffen, sollte nicht ausschließlich über die Zahnpasta experimentiert werden.

Ist eine Zahnpasta ohne Fluorid wegen eines niedrigen RDA-Werts besser?

Für die allgemeine Kariesprävention lässt sich das nicht ableiten.

Eine Zahnpasta kann einen niedrigen oder moderaten RDA-Wert haben und trotzdem auf einen für die betreffende Person wichtigen Kariesschutzfaktor verzichten.

Die aktuelle deutsche Leitlinie misst fluoridhaltiger Zahnpasta eine zentrale Rolle in der Kariesprävention bei.

Deshalb sollte eine Entscheidung gegen Fluorid nicht allein mit einem günstigen RDA-Wert begründet werden.

Was ist wichtiger: RDA-Wert oder Putztechnik?

Diese Faktoren lassen sich nicht sinnvoll gegeneinander ausspielen.

Auch eine weniger abrasive Zahnpasta kann bei ungünstiger mechanischer Belastung nicht jedes Problem verhindern.

Umgekehrt sollte eine gute Putztechnik nicht als Freibrief verstanden werden, jede beliebige abrasive Formulierung in jeder Mundsituation zu verwenden.

Besonders bei bereits vorhandenen erosiven oder abrasiven Defekten sollte das gesamte Belastungsmuster betrachtet werden.

Brauche ich nach einer professionellen Zahnreinigung eine besonders niedrige RDA-Zahnpasta?

Nicht automatisch.

Nach einer professionellen Zahnreinigung kann sich die Zahnoberfläche ungewohnt glatt anfühlen, und einzelne Bereiche können vorübergehend empfindlicher wahrgenommen werden.

Daraus folgt aber keine allgemeine Regel, dass nach jeder PZR zwingend eine bestimmte RDA-Kategorie verwendet werden muss.

Entscheidend sind die individuelle Mundsituation und mögliche bestehende Empfindlichkeiten.

Hinweise zum Verhalten nach einer PZR finden Sie unter Nach der Zahnreinigung .

Wann ist zahnärztliche Beratung sinnvoll?

Eine individuelle Einordnung ist besonders sinnvoll, wenn Sie

  • freiliegende Zahnhälse haben,
  • häufig empfindliche Zähne bemerken,
  • sichtbare keilförmige Defekte feststellen,
  • bereits diagnostizierte Zahnerosion haben,
  • sehr häufig Whitening-Zahnpasten verwenden,
  • mehrere unterschiedliche Spezialzahnpasten kombinieren,
  • oder trotz guter Mundhygiene zunehmenden Zahnsubstanzverlust beobachten.

Dann sollte nicht nur gefragt werden:

„Welcher RDA-Wert ist richtig?“

Sondern:

„Warum ist Zahnsubstanz exponiert oder empfindlich, und welche Zahnpasta passt zu dieser Ursache?“

FAQ

Häufige Fragen zum RDA-Wert

Was ist ein guter RDA-Wert für Zahnpasta?

Es gibt keinen einzelnen RDA-Wert, der für jeden Menschen „der beste“ ist. Der Wert muss zusammen mit Fluoridgehalt, Mundsituation, Empfindlichkeit, Erosionsrisiko und Putzverhalten beurteilt werden.

Ist RDA 100 zu hoch?

Aus der Zahl allein lässt sich keine individuelle Schädlichkeit ableiten. RDA ist kein lineares Sicherheitsranking. Bei freiliegendem Dentin oder erosiv verändertem Zahngewebe kann die Abrasivität jedoch stärker ins Gewicht fallen.

Ist RDA 30 besonders schonend?

RDA 30 steht für eine relativ geringe Dentinabrasivität im Testsystem. Ob die Zahnpasta insgesamt die richtige Wahl ist, hängt zusätzlich von Wirkstoffen und persönlichem Bedarf ab.

Hat elmex einen bestimmten RDA-Wert?

Nicht „elmex“ als Marke. Verschiedene Produkte können unterschiedliche Formulierungen besitzen. Für die bei dieser Aktualisierung geprüften aktuellen deutschen Varianten wurde kein ausreichend eindeutig publizierter exakter Herstellerwert gefunden, den wir hier belastbar als aktuelle Produktzahl veröffentlichen würden.

Welchen RDA-Wert hat Sensodyne?

Auch Sensodyne ist eine Produktfamilie und kein einzelnes Rezepturprodukt. Für aktuelle deutsche Formulierungen wurde in der vorliegenden Recherche kein ausreichend eindeutig veröffentlichter exakter Herstellerwert bestätigt. Deshalb übernehmen wir keine Zahl aus alten Tabellen oder Drittseiten.

Sind Whitening-Zahnpasten immer stark abrasiv?

Nein. Die Abrasivität hängt von der konkreten Formulierung ab. Whitening-Wirkung und RDA lassen sich nicht eins zu eins gleichsetzen.

Gibt es eine offizielle RDA-Tabelle für alle Zahnpasten?

Eine einzige aktuelle, vollständige und offiziell gepflegte Tabelle für alle in Deutschland angebotenen Zahnpasten konnte nicht bestätigt werden. Produktwerte sollten deshalb jeweils anhand aktueller Herstellerinformationen oder belastbarer Primärdaten geprüft werden.

Kann ich den RDA-Wert auf der Verpackung finden?

Nicht bei jedem Produkt. Hersteller veröffentlichen den Wert teilweise auf Produktseiten, technischen Unterlagen oder gar nicht öffentlich. Fehlt ein aktueller Primärnachweis, sollte keine alte Internetzahl als gesichert behandelt werden.

Kurz zusammengefasst

RDA ist ein nützlicher technischer Wert – aber keine Rangliste für die „beste“ oder „sicherste“ Zahnpasta.

Merken Sie sich vor allem:

  • RDA beschreibt die relative Dentinabrasivität .
  • Der Wert ist kein Prozentwert für Zahnsubstanzverlust.
  • Niedriger bedeutet nicht automatisch „für jeden besser“.
  • Werte unterhalb des akzeptierten Prüfbereichs sollten nicht als lineares Sicherheitsranking interpretiert werden.
  • RDA allein beschreibt nicht den möglichen Abrieb von Zahnschmelz.
  • Fluorid und Kariesschutz bleiben wichtige Auswahlkriterien.
  • Bei freiliegendem Dentin oder erosivem Zahnverschleiß kann die Abrasivität besonders relevant werden.
  • Whitening und hohe Abrasivität sind nicht automatisch dasselbe.
  • Produktwerte können sich mit Rezeptur oder Marktversion ändern.
  • Alte RDA-Tabellen sollten deshalb nicht ungeprüft übernommen werden.

Für eine gute häusliche Mundhygiene zählt am Ende das Zusammenspiel aus geeigneter Zahnpasta, guter Putztechnik und regelmäßiger professioneller Kontrolle.

Mehr über professionelle Zahnreinigung Mehr über Zahnerosion

Fachliche Grundlage

Diese Seite wurde auf Grundlage der im Juli 2026 veröffentlichten ISO 11609:2026 , der 2026 aktualisierten Fachinformation der American Dental Association , der aktuellen deutschen S3-Leitlinie zur Kariesprävention bei bleibenden Zähnen sowie aktueller wissenschaftlicher Literatur zu Abrasion und erosivem Zahnverschleiß erstellt.

Die Produkt-RDA-Tabelle enthält ausschließlich Werte, die am 17. August 2026 für die jeweils genannte Formulierung über Hersteller-Primärquellen verifiziert werden konnten.

Werte aus historischen Tabellen, Händlerseiten oder nicht nachvollziehbaren Sekundärquellen wurden bewusst nicht übernommen.

Stand der redaktionellen Prüfung: 17. August 2026.

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